Kai Adomeit

Der Pianist Kai Adomeit ist wohl eine der ungewöhnlichsten Persönlichkeiten in der Musikszene, ein suchender, unangepasster Musiker, immer auf der Suche nach neuen Wegen.

Nach einer langen Phase seltener Auftritte kehrte er mit dem Zyklus der 55 Klaviersonaten von Joseph Haydn auf das Konzertpodium zurück, dem 2015 das gesamte Klavierwerk von Ludwig van Beethoven folgte.

Für 2018/19 sind Auftritte als Solist u.a. mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern, dem Kurpfälzischen Kammerorchester und der Badischen Philharmonie Pforzheim geplant, ausserdem Recitals u.a. in Dänemark, Norwegen, Japan und den USA.

Ausserdem, neben der Fortführung des Zyklus der Klavierwerke Franz Schuberts, die Aufführung des gesamten Klavierwerks von Maurice Ravel an einem Abend.

In der Vergangenheit trat Kai Adomeit als Solist u.a. mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Rundfunkorchester des SWR, dem Mikkeli Chamber Orchestra und dem Radiosymphonieorchester Ljubljana unter Dirigenten wie Ari Rasilainen, Markus Stenz, John McGlinn und Kenneth Duryea auf.

Er gab Konzerte u.a. im Rahmen der Festspiele Limburg-Weilburg, des Heidelberger Frühlings, der MittelrheinMusikMomente, des Festival les pianos de Paris und des Kansas Festivals.

Adomeit ist auch ein gefragter Kammermusiker und Liedbegleiter, so musizierte er mit den Sängerinnen Christiane Oelze, Renée Morloc, Margarete Joswig und Antje Bitterlich, der Geigerin und ECHO-Preisträgerin Rebekka Hartmann und dem Rimsky-Korsakov-Quartett.

Einen Schwerpunkt bildete lange Zeit die Arbeit als Filmmusiker. Zu nennen sind hier neben einigen Hollywood-Produktionen die Soundtracks zu „Der Schatz“ (Musik: Max Deutsch), „Das neue Babylon“ (Musik: Dmitrij Schostakowitsch) und „Die Päpstin““ (Musik: Marcel Barsotti). Seit 2011 führt er regelmässig Gottfried Huppertz‘ Originalmusik zu Fritz Langs historischem „Nibelungen“-Stummfilm in der originalen Klavierfassung live auf und war erst jüngst zusammen mit der NDR Radiophilharmonie Hannover in Frank Strobels Projekt „Deutsche Filmmusik“ zu hören.

Ausserdem verbindet ihn eine langjährige künstlerische Freundschaft mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern und den Ensembles des Nationaltheaters Mannheim.

Nachdem er im Alter von 22 Jahren eine Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte Sergei Rachmaninows vorlegte, folgten weitere CD-Veröffentlichungen, u.a. mit dem Klavierwerk und dem Klavierkonzert von Antonin Dvorak und Werken von Liszt, Chopin und Frederic Rzewski.

Zudem entstanden zahlreiche Aufnahmen für den Rundfunk, u.a. mit den Klaviersonaten Nikolai Medtners.

Kai Adomeit unterrichtete an der Musikhochschule Mannheim und zuletzt von 2013 – 2017 an der Folkwang-Universität Essen.