Kai Adomeit

Der Pianist Kai Adomeit ist wohl eine der ungewöhnlichsten Persönlichkeiten in der Musikszene, ein suchender, unangepasster Musiker.

Nach einer langen Phase seltener Auftritte kehrte er 2012 mit dem Zyklus der 55 Klaviersonaten von Joseph Haydn auf das Konzertpodium zurück, dem 2015 das gesamte Klavierwerk von Ludwig van Beethoven folgte.

Für 2018/19 sind Auftritte als Solist u.a. mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern, dem Kurpfälzischen Kammerorchester und der Badischen Philharmonie Pforzheim geplant, ausserdem Recitals u.a. in Dänemark, Norwegen, Japan und den USA.

Ausserdem, neben der Fortführung des Zyklus der Klavierwerke Franz Schuberts, die Aufführung des gesamten Klavierwerks von Maurice Ravel an einem Abend.

In der Vergangenheit trat Kai Adomeit als Solist u.a. mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Rundfunkorchester des SWR, dem Mikkeli Chamber Orchestra und dem Radiosymphonieorchester Ljubljana unter Dirigenten wie Ari Rasilainen, Markus Stenz, John McGlinn, Karl-Heinz Steffens und Kenneth Duryea auf.

Er gab Konzerte u.a. im Rahmen der Festspiele Limburg-Weilburg, des Heidelberger Frühlings, der MittelrheinMusikMomente, des Festival les pianos de Paris und des Kansas Festivals.

Adomeit ist auch ein gefragter Kammermusiker und Liedbegleiter, so musizierte er mit den Sängerinnen Christiane Oelze, Renée Morloc, Margarete Joswig und Antje Bitterlich, den Geigerinnen Rebekka Hartmann (ECHO-Preisträgerin 2012) und Solenne Paidassi (Grand Prix Reine Elisabeth) und dem Rimsky-Korsakov-Quartett.

Einen Schwerpunkt bildete lange Zeit die Arbeit als Filmmusiker. Zu nennen sind hier neben einigen Hollywood-Produktionen die Soundtracks zu „Der Schatz“ (Musik: Max Deutsch), „Das neue Babylon“ (Musik: Dmitrij Schostakowitsch) und „Die Päpstin““ (Musik: Marcel Barsotti). Seit 2011 führt er regelmässig Gottfried Huppertz‘ Originalmusik zu Fritz Langs historischem „Nibelungen“-Stummfilm in der originalen Klavierfassung live auf und war erst jüngst zusammen mit der NDR Radiophilharmonie Hannover in Frank Strobels Projekt „Deutsche Filmmusik“ zu hören.

Ausserdem verbindet ihn eine langjährige künstlerische Freundschaft mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern.

Nachdem er im Alter von 22 Jahren eine Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte Sergei Rachmaninows vorlegte, folgten weitere CD-Veröffentlichungen, u.a. mit dem Klavierwerk und dem Klavierkonzert von Antonin Dvorak und Werken von Liszt, Chopin und Frederic Rzewski.

Hierfür erntete Adomeit begeisterte Kritiken und erhielt den renommierten Schallplattenpreis „Choc du Monde de la Musique“.

Zudem entstanden zahlreiche Aufnahmen für den Rundfunk, u.a. mit den Klaviersonaten Nikolai Medtners.

Kai Adomeit unterrichtete an der Musikhochschule Mannheim und zuletzt von 2013 – 2017 an der Folkwang-Universität Essen.

Während vieler Jahre war er ständiger Gast grosser Orchester zunächst in England (London Philharmonic, LSO, Philharmonia, BBC SO, später dann in den USA (LA Philharmonic, New York Philharmonic, Cleveland u.a.) unter Dirigenten wie Salonen, Herbig, Tilson Thomas, Kitaenko, Segerstam, Lintu, Dohnanyi, Welser-Möst, Sian Edwards, John Williams, und John Adams

Eine intensive persönliche Zusammenarbeit verband ihn über viele Jahre mit Lorin Maazel und Ari Rasilainen.