Kai Adomeit

Es war ein ungewöhnlicher Weg, weitab von der üblichen Pianistenkarriere der Kai Adomeit zu einer außergewöhnlichen Figur in der Musikszene werden liess.

Bereits im Alter von 22 Jahren legte er eine Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte von Rachmaninow vor.

Rasch folgten weitere CD-Veröffentlichungen u.a. mit Antonín Dvořáks gesamtem Klavierwerk sowie seinem Klavierkonzert. Hierfür erntete Adomeit begeisterte Kritiken und erhielt den renommierten Schallplattenpreis „Choc du Monde de la Musique“.

Kai Adomeit trat als Solist u.a. mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Rundfunkorchester des SWR, dem Mikkeli Chamber Orchestra und dem Radiosymphonieorchester Ljubljana unter Dirigenten wie Ari Rasilainen, Markus Stenz, John McGlinn und Kenneth Duryea auf.

Er gab Konzerte u.a. im Rahmen der Festspiele Limburg-Weilburg, des Heidelberger Frühlings, der MittelrheinMusikMomente, des Festival les pianos de Paris und des Kansas Festivals.

Adomeit ist auch ein gefragter Kammermusiker und Liedbegleiter, so musizierte er mit den Sängerinnen Christiane Oelze, Renée Morloc, Margarete Joswig und Antje Bitterlich, der Geigerin und ECHO-Preisträgerin Rebekka Hartmann und dem Rimsky-Korsakov-Quartett.

Einen Schwerpunkt bildete lange Zeit die Arbeit als Filmmusiker. Zu nennen sind hier neben einigen Hollywood-Produktionen die Soundtracks zu „Der Schatz“ (Musik: Max Deutsch), „Das neue Babylon“ (Musik: Dmitrij Schostakowitsch) und „Die Päpstin““ (Musik: Marcel Barsotti). Seit 2011 führt er regelmässig Gottfried Huppertz‘ Originalmusik zu Fritz Langs historischem „Nibelungen“-Stummfilm in der originalen Klavierfassung live auf und erst jüngst war er zusammen mit der NDR Radiophilharmonie Hannover in Frank Strobels Projekt „Deutsche Filmmusik“ zu hören.

Ausserdem verbindet ihn eine langjährige künstlerische Freundschaft mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern.

2012 begann Adomeit mit dem Projekt „Lebenslinien (Lifelines)“, beginnend mitder Aufführung sämtlicher Klaviersonaten von Joseph Haydn an 10 Abenden die er im Juni 2014 abschloss um sich ab 2015 den Klavierwerken von Beethoven zu widmen.

Für 2018 befindet sich eine Serie von Aufnahmen in Planung, ausserdem beginnt im Mai 2017 Kai Adomeits Zyklus der Klavierwerke von Franz Schubert in Mannheim. Sein Zyklus der 32 Klaviersonaten vonn Beethoven in Frankfurt wird 2018 abgeschlossen. 

2018 wird er zudem Maurice Ravels gesamtes Klavierwerk an einem Abend in Cincinnatti und Heidelberg aufführen.

In den Jahren 1994 – 2004 war Kai Adomeit Lehrbeauftragter an der Musikhochschule Mannheim,  von 2013 – 2017 lehrte er an der Folkwang-Universität Essen.